Der Synagogenverein Drensteinfurt setzt seinen Kampf gegen Extremismus fort: Wie bereits bei der Kundgebung „Lichter für Demokratie III“ angekündigt, findet anlässlich der 88. Wiederkehr der Reichspogromnacht am 9. November, Montag, ab 18 Uhr eine kurze öffentliche Gedenkfeier an den Stolpersteinen am Südwall statt. Am 9. November 1938 wurden auch Drensteinfurter Juden verfolgt und misshandelt; die Synagoge wurde geschändet. Zur Erinnerung an die Holocaust-Opfer aus Drensteinfurt werden an dem Montag nahe der ehemaligen Wohnorte der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt. Synagogenvereinsvorsitzender Robert Vornholt wird an die neun deportierten und gestorbenen Jüdinnen und Juden erinnern. Kinder entzünden die Lichter, um die Verbundenheit mit den Holocaust-Opfern zu verdeutlichen. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und damit ein Zeichen gegen Extremismus zu setzen.
Synagogenvereins-Vorstandsmitglied Mona Kolbow hält anschließend ab etwa 18.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge einen Vortrag zum Thema „Rechtsextreme Codes und Modemarken erkennen und im Alltag sicher handeln“. Dazu erklärt Mona Kolbow: „Der Vortrag beschäftigt sich mit (Rechts)Extremismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Das sind Themen, die emotional berühren können – besonders für Menschen, die selbst Rassismus erfahren haben, aber auch für diejenigen, die sich mit der eigenen Rolle und Verantwortung auseinandersetzen. Ziel des Vortrags ist nicht Schuldzuweisung, sondern Sensibilisierung, Reflexion und Handlungssicherheit.“
