Drensteinfurt. Gedenkorte sind besonders geeignet, Geschichte konkret erfahrbar zu machen. Was im Unterricht gelehrt worden sei, sei durch die Besuche in der Stadt Weimar, im Konzentrationslager Buchenwald und in der Wewelsburg vertieft und emotional unterstützt worden. So lautet das Fazit der Schülerinnen und Schüler der Drensteinfurter Teamschule und der Rosa-Parks-Gesamtschule Neubeckum bei der Präsentation der Fahrt des Synagogenvereins, an der auch einige Hauptsponsoren teilnahmen. Durch die namhafte finanzielle Unterstützung war es möglich, die Kosten für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer trotz enormer Preissteigerungen (etwa für Unterkunft und Busfahrt) in Grenzen zu halten. Die Spenden dokumentierten, dass die Geldgeber auch inhaltlich ein Bekenntnis gegen Antisemitismus und für die demokratische Bildung abgelegt hätten, bedankte sich Synagogensvereins-Vorsitzender Robert Vornholt für das Engagement der Privatpersonen und Unternehmer.
Gemeinsam mit einigen Seniorinnen und Senioren haben die Jugendlichen unlängst die Erinnerungsorte besucht. Besonders eindrucksvoll seien die intensive Erkundung des Konzentrationslagers Buchenwald und die Führung durch die Wewelsburg gewesen, bilanzierten die Jugendlichen. Entgegen erster Vorbehalte sei der Austausch mit den mitgereisten Seniorinnen und Senioren gelungen, berichteten einige Schülerinnen und Schüler. Es habe eine große Offenheit unter den Beteiligten gegeben, wurde der Dialog untereinander gewürdigt. Mona Kolbow, Vorstandsmitglied im Drensteinfurter Synagogenverein und Lehrerin an der Neubeckumer Schule, hatte die Reise federführend organisiert – und kündigte an, dass es eine Wiederholung einer Exkursion geben werde.